| 01.09.2006 Erwartungen übertroffen – Bernd Hornof 5. bei Weltmeisterschaft der „Masters!“ |
|
|
|
|
Bernd Hornof trat den Flug am vergangenen Mittwoch an. Er führte ihn über Paris direkt nach Bordeaux. Nach der Landung wollte er natürlich auch gerne seinen Koffer in Empfang nehmen, der aber nicht auffindbar war. Aus war es mit dem Wechseln der Klamotten bei doch sehr heißen Temperaturen, wenigstens konnte er in dem bescheidenen Hotel ein Handtuch benutzen. Zum Glück hatte er seine Sportsachen im Handgepäck dabei, so dass er wenigstens auf der Bühne im Trikot des ASV antreten konnte. Am Freitag Nachmittag war es dann so weit: 14 Teilnehmer waren gemeldet, 10 traten dann zum Wettkampf an (die anderen hatten die Gewichtsklassen gewechselt). Bernd Hornof begann das Reißen gültig mit 100 kg und steigerte erfolgreich auf 105 kg. Zum 3. Versuch ließ er sich 110 kg auflegen, um Anschluss an die Spitze zu halten. Hier fehlte ihm das berühmte Quäntchen Glück, denn nachdem er mit dieser Last bereits in der Hocke war, verlor er sie beim aufstehen. Vor ihm lagen der Iraner Bzeroozi mit 115 kg, Hallström aus Schweden lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang 2 mit 114 kg, der Engländer Halstead folgte mit 110 kg auf Platz 3 und Aleksandr Bulyga aus der Ukraine lag mit 107 kg vor dem Neumarkter, der seinerseits mit seiner Leistung klar vor den anderen Konkurrenten lag. Das Stossen begann Hornof mit 130 kg. Hier plagten ihn schon Muskelschmerzen, aber unter der Mobilisierung all seiner Kräfte konnte er diese Last noch bezwingen und auf jeden Fall seine 5. Position ausbauen. Der Angriff auf die vorher vier genannten schlugen mit dem 2. und 3. Versuch mit 135 kg fehl. Zwar konnte er die Last zweimal umsetzen, beim Ausstoß – so sagte er es wörtlich – „habe ich keine Chancen gehabt.“ Zurückzuführen, dass es bei ihm gerade bei seiner Paradedisziplin, dem Stossen nicht so geklappt hat wie er es sich vorstellte, waren mit Sicherheit Muskelverhärtungen, die ihn 14 Tage vor dem Wettkampf plagten und sein Training doch sehr einschränkten. Trotzdem – und das soll hier auch gesagt werden – hat Bernd Hornof mit 235 kg eine Zweikampfleistung erbracht, die immerhin 5 kg höher war als beim Sieg bei den „Deutschen.“ Ein kleines „Happyend“ gab es bei der Rückreise: Am Flughafen in Bordeaux wurde ihm sein vermisster Koffer überreicht und er konnte seine nicht gebrauchte Wäsche wieder in seinen Kleiderschrank zurück legen, ohne sie der Waschmaschine und dem Bügeleisen anzuvertrauen. nab |
|
| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. Februar 2007 ) |
| < zurück | weiter > |
|---|




Abenteuerliche Reise – aber: „Ende gut – alles gut!“